Sonntag, 15. Januar 2017

Arnold Janssen - Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch

 



Arnold Janssen, Gründer der Gesellschaft des Göttlichen Wortes. Der heilige Arnold Janssen wurde am 5. November 1837 zu Goch am Niederrhein geboren; 1861 wurde er Priester der Diözese Münster. Janssen war von apostolischem Geist und hatte nur eines im Sinn: Das Evangelium muss bis an die Grenzen der Erde getragen werden. Gegen viele Widerstände errichtete ArnoldJanssen 1875 das Missionshaus Sankt Michael im niederländischen Steyl an der Maas, das Mutterhaus der „Societas Verbi Divini – Gesellschaft des Göttlichen Wortes“, kurz SVD. 1889 folgte die Gründung der Steyler Missionsschwestern. Da Janssen wusste, dass sein Missionswerk nur Erfolg haben konnte, wenn es vom Gebet getragen werde, gründete er 1896 die Steyler Anbetungsschwestern. Janssen rief mehrere Gymnasien und Priesterseminare in Deutschland und Österreich für den Nachwuchs seiner Gesellschaft ins Leben, schon bald setzte eine große Blüte von Berufungen ein, die in tiefer katholischer Frömmigkeit auf ihre Missionsarbeit vorbereitet wurden. Die „Steyler Missionare“ entsandten Glaubensboten in die ganze Welt. Eine Missionsdruckerei, die besonders religiöses Volksschrifttum pflegte, schuf die finanzielle Grundlage für Janssens Werk, war aber für Janssen in erster Linie ein Mittel des Apostolates im eigenen Land. Er starb am 15. Jänner 1909 in Steyl. Paul VI. sprach Arold Janssen 1975 selig, die Heiligsprechung fand am 5. Oktober 2003 statt.
(Martyrologium Sancrucense)

Arnold Janssen, Josef Freinadametz, Helena Stollenwerk und Hendrina Stemans
Sendungsaltar, Heilig-Geist-Kirche, Mödling


Die dritte Szene zeigt, wie die Lebens- und Sendungsgeschichte mit Jesus konkret wird: Der Heilige Arnold Janssen (1837-1909) gründete drei Ordensgemeinschaften, durch die das Wort Gottes zu all den Menschen kommen sollte, die es noch nicht kannten. Das Bild zeigt den ersten Steyler Missionar, den Heiligen Josef Freinademetz (1852-1908) und die beiden Mitgründerinnen der beiden Steyler Frauen-Kongregationen, die Seligen Helena Stollenwerk und Hendrina Stenmans.
Das Bild erinnert im Aufbau an die Szene rechts oben, an die Sammlung und Sendung der Jünger durch Jesus. Arnold Janssen wiederholt abgeschwächt die Geste Jesu.
Quelle

Mission ist die Mitarbeit mit Gott in unserer Welt. Der Heilige Josef Freinademetz sagte das so: „Der göttliche gute Hirte hat mich in seiner Güte eingeladen, mit Ihm hinauszugehen in die Wüste, um ihm zu helfen bei der Suche nach den verirrten Schafen“ (11.8.1878).
Allmächtiger, ewiger Gott,

durch dein fleischgewordenes Wort

schenkst du den Menschen die Versöhnung.

Gib auf die Fürsprache des heiligen Arnold Janssen,

dass alle Völker durch das Licht des Wortes

und den Geist der Gnade

befreit werden von der Finsternis der Sünde

und so den Weg zum Heil finden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Sendungsaltar in der Heilig-Geist-Kirche in St. Gabriel (Mödling)

Sendungsaltar, Heilig-Geist-Kirche, St. Gabriel, Mödling



Aus den Schriften des heiligen Arnold Janssen
(De fine et institutione Societatis Verbi Divini.. VERBUM 8, 1966, 405-409)

Ursprung der Missionstätigkeit aus der Sendung des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Den Namen "Göttliches Wort", wie er im Titel unserer Gesellschaft steht, verstehen wir zunächst vom Wort des Vaters, dem göttlichen Sohn, sodann vom Wort des Sohnes, der Frohbotschaft Christi. 

Daher sind wir berufen zur besonderen Verehrung des ewigen Sohnes. Hierbei sollen die Mitbrüder häufig erwägen: Jesus Christus, der Sohn des ewigen Vaters, ist unser Bruder und unsere Speise geworden. So lehrte er uns Liebe und Demut. In ihm sehen wir den ersten und höchsten Apostel, Priester und Seelenhirt; er ist Lamm und Löwe, Knecht und doch Sohn des Vaters. Ein Wanderer auf Erden, lehrt, mahnt und heilt er die Menschen und öffnet ihnen durch seine Lehre und sein Kreuz den Weg des Heiles. In der Betrachtung seines heiligen Lebens mögen die Mitbrüder eindringen in das Heiligtum seines Herzens, seine Tugenden in seinem irdischen, eucharistischen und mystischen Leben bewundern und anbeten und, so gut sie es vermögen, nachahmen.

Unter den wunderbaren Werken, die Christus vollbracht hat, ragen drei hervor: die Erlösung der Welt, die Gründung der Kirche, die Sendung des Geistes. Der Geist aber vollendet das Werk Christi. Er macht nämlich die Kirche lebendig als Lehrerin der Wahrheit und Spenderin des Lebens, besonders in den Sakramenten als den Quellen des Heiles. Die Menschen heilt er von ihren Sünden und macht sie gottförmig. Er ist der grosse Vater der Liebe, in dem Gott sich selbst und die Welt liebt, durch den die Liebe Gottes ausgegossen ist in unsere Herzen, den der Vater und der Sohn als Zeugen ihrer Liebe uns in Gnaden schicken wollen. Ihn wollen auch wir in Jesus und mit Jesus und seinem Vater lieben. 

Unsere Liebe zeigen wir darin am besten, dass wir uns in freier Verfügung in seine Hand geben, und zwar nicht nur in eifriger apostolischer Arbeit, sondern auch durch ein Leben in Nüchternheit, Rechtschaffenheit und Frömmigkeit, indem wir uns gehorsam vom Antrieb seiner Gnade leiten lassen.
Wenn wir auch der zweiten und dritten Person in der Gottheit eine besondere Verehrung erweisen, so dürfen wir deshalb weder die erste Person noch das Geheimnis der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit vernachlässigen; ist doch der Vater der Liebesursprung der beiden anderen Personen und der beste und liebenswürdigste aller Väter. Ihn müssen wir anbeten, lieben und verehren, sein Reich der Liebe verbreiten und über die ganze Erde hin die Zah1 seiner Kinder zu vermehren suchen. Bei der Verehrung des Wortes Gottes aber müssen wir dahin wirken, dass der katholische Glaube und die christlichen Tugenden gefördert werden und die Macht der Sünde, soweit wir es vermögen, gebrochen wird.
Soweit es an uns liegt, wollen wir für unsere missionarische Tätigkeit jene Länder wählen, in denen die reichste Frucht erwartet werden kann oder in die uns die göttliche Vorsehung zu rufen scheint. Zunächst gelte unsere Arbeit der Bekehrung der Heiden, der Irrgläubigen und Ungläubigen; dies soll der erste Zweck unserer Gesellschaft sein und bleiben, soweit die göttliche Vorsehung es gestatten will. Aber bei all dem soll uns die Bekehrung der Heiden am meisten am Herzen liegen. Daher müssen wir mit grossem Eifer arbeiten, dass sie den Vater erkennen und Jesus Christus und den Heiligen Geist, die er gesandt hat.

Freitag, 13. Januar 2017

Hilarius von Poitiers, ein gewaltiger Verteidiger der Kirche (Augustinus)

Taufe des hl. Martin, Saint Martin, Tour, die Wikipediaeinträge zu Hilarius und Martin geben Hilarius als Taufspender an, worüber in der theol. Literatur nichts zu finden ist. Dem Biographen des hl. Martin zufolge hatte Hilarius Martin zum Diakon weihen wollen. Martin jedoch hatte dies verweigert und lediglich die Weihe zum Exorzisten akzeptiert.


Hilarius von Poitiers, Bischof. Hilarius wurde um 315 geboren und war wohl im Verwaltungsdienst tätig, als er als Erwachsener um 345 die Taufe empfing. Schon 350 wurde er Bischof von Poitiers. Hilarius stand im Kampf gegen die Irrlehre des Aríus und wurde von den militanten Arianern 356 nach Phrygien verbannt, konnte aber nach vier Jahren zurückkehren.
Aus dem gemeinsamen Leben des Bischofs mit seinen Klerikern entstanden die ersten klösterlichen Gemeinschaften Galliens. Hilarius gilt auch als der erste Hymnendichter der lateinischen Kirche. Er starb zu Anfang des Jahres 367 und wurde nach alter Überlieferung am 13. Jänner beigesetzt. Das Grab des Kirchenvaters befindet sich im Dom zu Poitiers, Reliquien in Parma und Paris.
(vlg. Martyrologium Sancrucense)
Die Vita sancti Martini schildert die Begegnung des hl. Bischofs mit Martin, dem späteren Bischof von Tours:

Martinus nahm also seinen Abschied und ging hernach zum heiligen Hilarius, Bischof von Poitiers, (Der heilige Hilarius wurde ungefähr im Jahr 350 Bischof, mußte infolge der Synode von Béziers [356] in die Verbannung nach Phrygien gehen. Vor seiner Abreise war Martinus bei ihm. 361 erlaubte ihm Kaiser Julian wieder die Rückkehr. Er starb am 18. Januar 367 oder 368.) der damals, wie allgemein bekannt, für die Sache Gottes mit bewährter, erprobter Glaubensfestigkeit eintrat. Martinus hielt sich bei ihm einige Zeit auf.
Hilarius versuchte, ihn durch die Diakonatsweihe enger an sich zu ziehen und dauernd für den kirchlichen Dienst zu gewinnen. Allein Martinus sträubte sich immer aufs neue dagegen, da er unwürdig sei. So erkannte der Bischof mit seinem klaren Blick, es bleibe nur ein Mittel übrig, Martinus festzuhalten, wenn man ihm nämlich ein Amt übertrage, das etwa als eine Beleidigung für ihn gelten konnte. Deshalb legte er ihm nahe, sich zum Exorzist weihen zu lassen. Diese Weihe wies Martinus nicht zurück, um nicht den Anschein zu erwecken, als ob er sie ihres niederen Grades wegen verachte.

(Vita sancti Martini)

rechts: Martin wird am 4. Juli 471 zum Bischof geweiht von Tour geweiht, St. Gatien, Tours

Obwohl man ihn warnte, achtete er seiner eigenen Sicherheit nicht; er antwortete den Ängstlichen: "Wir haben nicht den Geist der Furcht empfangen!"

(Melchers, Das Jahr der Heiligen, 13)
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